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Bärlauch

 

 

Bärlauch (Allium Ursinum) altbekannte Heil, Gewürz- und Gemüsepflanze. Er ist Verwandt zu den Lauchgewächsen, Onkel ist zb der Schnittlauch, der Knoblauch oder Tante Zwiebel. 

 

Was hat der Bärlauch mit dem Bären zu tun? 

Eine Frage die man sich wohl stellt, leider gibt es nicht sicher eine Antwort darauf, jedoch einige naheliegende Vermutungen. Zum einen ist der Bär in vielen Kulturen Symbol für Kraft und Stärke- daher tragen viele stärkende, heilsame Pflanzen den Bären im Namen, wie zb. Bärlapp, Bärenwurz... und eben Bärlauch. 

Auch speisen die Bären selber gerne an den grünen Blättern wie eine Schweizer WWF Bärenexpertin in Nordamerika beobachtete. 


Viele von euch kennen und lieben den Bärlauch. Ab März bis ca Mai braucht man oft nur seiner Nase folgen, denn der Knoblauchähnliche Geruch liegt dann in der Luft. Wer ein Plätzchen kennt kann sich glücklich schätzen, denn der Bärlauch ist nicht nur lecker sondern auch sehr gesund und hilft uns als eines der ersten Frühjahrskräuter nach den langen Wintermonaten wieder in Schwung zu kommen. Ich freue mich immer sehr wenn er wieder kräftestrotzend zwischen den Herbstlaub hervor sprießt und ich ihn rufen höre: „Komm, pflückt mich!“ Dann packe ich schon meine Stofftasche und streife durch den Wald um die zarten, grünen Blätter zu sammeln- aber Vorsicht vor Verwechslungen! Das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose haben sehr ähnliche Blätter und sind giftig! Später erkläre ich euch noch wie ihr den Unterschied kennt) 

 

Was steckt im Bärlauch und warum ist er so gesund?

 

Bärlauch liefert sehr viel Vitamin C, Eisen, Kalium und Kalzium.

Er wirkt sich positiv auf unsere Verdauung, die Atemwege, Leber, Galle, Magen und Darm aus. 

Zudem wirkt er stoffwechselanregend, keimhemmend, hilft bei Bluthochdruck und gegen Viren und Bakterien, wirkt positiv auf den Cholesterinspiegel und besonders wirksam zur Darmsanierung zb nach einer Antibiotika Behandlung oder für eine entgiftende Frühjahrskur. 

 

Was kann ich alles mit Bärlauch machen?

 

Sehr lecker in der Küche, zb als Pesto, Suppe, Aufstrich, Salat, Wildgemüse... da kann man wirklich kreativ sein und ausprobieren. Bärlauch eignet sich auch super zum einfriern, so hatbman das ganze Jahr was davon. Ein leckeres Pesto Rezept stelle ich euch im Blogteil „Naturküche“ vor. 

Auch toll wegen der Heilwirkung ist eine Tinktur zum einnehmen. 

 

Bärlauch Tinktur: 

Wirkt blutdrucksenkend, verdauungsfördernd, belebend!

 

So machst du deine Tinktur selbst:

Frische, saubere Bärlauch Blätter klein schneiden, in ein ein helles Schraubglas bis zum oberen Rand füllen und mit 45% Weingeist oder Wodka auffüllen. 

In etwa 3 Wochen an einem warmen Platz stehen lassen und gelegentlich schütteln. Danach abfiltern und in dunkle Tropfflaschen füllen. 

Man nimmt 3 mal täglich 15- 20 Tropfen ein. 

 

>> Schwangere sollten keine Tinktur einnehmen. Bei Nutzung von Heilpflanzen dürfen nur diese genutzt werden die man auch sicher kennt. Wenn eure Beschwerden länger andauern bitte immer einen Arzt aufsuchen. Für Anwendungsfehler, Verwechslungen und Nebenwirkungen, Allergische Reaktionen kann keine Haftung übernommen werden. Alle Rezepte von mir stellen lediglich eine Empfehlung dar und sind meine persönlichen Erfahrungen oder Rezepte aus renommiertem Fachbüchern <<

 

 

 

 

Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger 

 

Unsicher beim Sammeln? Keine Sorge, so geht es vielen! Hier ein paar Erkennungsmerkmale die euch helfen!

wer immer noch unsicher ist kann gerne mit mir eine Kräuterwanderung im Frühling machen 

Bärlauch wird gern mit dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechselt. 

 

Erkennungsmerkmale:

 

Bärlauch:

Weiche, leicht hängende Blätter die stark nach Knoblauch riechen, die Blattunterseite ist matt. Er wächst gern im feuchten Laubwald Gebiet, so wie Auen, Sumpf und Bachufern. Wichtiges Merkmal: Aus jedem Stiel wächst nur 1 Blatt!

 

Maiglöckchen: 

Im Vergleich steife, glänzende aufrecht wachsende Blätter und wichtiges Merkmal- es wachsen immer mehr Blätter aus einem Stiel Geruchlose Blätter.

 

Herbstzeitlose:

Ebenfalls steifere Blätter und ebenfalls wachsen mehrer Blätter aus einem Stiel Und sie wachsen gerne in Wiesen. 

 

Am besten die Bärlauch Blätter sorgsam einzeln pflücken, dann erkennt man schnell wenn ein Fremdling dabei ist! 

 

So jetzt steht dem Sammeln nichts mehr im Weg!

 

 

Ich wünsche euch eine Bären starken Start in den Frühling !

 

In diesem Sinne: Einen Bärenstarken Frühlingsbeginn!

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mint

Melanie Wieser

info@mint-pure.at